Follow by Email

Samstag, 27. August 2011

Hallo allerseits,

überraschend, wie lange ich mich nicht mehr gemeldet habe... Woran das lag? Vor allem an zwei Gründen: Arbeit, die mich vom Schreiben abhielt und Arbeit, die mich vom Erleben abhielt. Nun ist schon der letzte Tag angebrochen (zumindest gerade eben, ich werde den Artikel wohl nicht heute fertigstellen können) und ich sitze in einem Klassenzimmer, seit zirka 7 Stunden. Wir mussten alle Reden halten, etwas erzählen, aufführen oder sonst irgendeinen Zirkus veranstalten. Ich wusste leider nichts Besseres als etwas über Sport in Deutschland zu erzählen. Ich zeigte ein Bild von Fußballspielern nach dem anderen, wirklich interessant, aber ich war die Woche vorher krank und konnte mich deswegen nicht besser vorbereiten. Jeder der 30 Leute hier hatte seinen Auftritt, somit hatten wir also alle 3 Stunden abzusitzen, sonderlich gut gelaunt ist man bei so etwas nicht. Vor allem, da wir nach dem Mittagessen noch die Präsentationen der Kulturgruppen haben. Ich war mit meiner Gruppe noch nicht dran, und ich freue mich auch nicht darauf, es dürfte sehr peinlich werden, da ich mich aufgrund der Gruppe und ihrer Einstellung nicht vorbereiten konnte. Naja, Hauptsache man bekommt einen Wisch am Ende dass ich teilgenommen habe. Das gleiche gilt für die Essays, die ich schreiben musste, sehr viel Arbeit habe ich da nicht hereingesteckt. Das wichtigste ist mir die Sprache, und deswegen habe ich mich vor allem darauf vorbereitet. Es ist wirklich toll, wie viel ich hier schon an meiner Sprache gearbeitet habe. Ich hoffe allerdings, dass der Kurs im Semester nicht so anstrengend wird, sonst kann ich mein Leben vergessen.
Mein kleiner Kurs mit 3 Lehrerinnen 

Nach den Prüfungen in Bonn und diesem Monat hier brauch ich URLAUB URLAUB URLAUB. Also werde ich folgendes machen: Ins Flugzeug steigen und nach Singapur düsen...! Und eventuell hoch nach Malaysia an irgendeinen Strand und schlafen, entspannen und den Stress von 2 Jahren Studium abschütteln. Da freue ich mich wirklich sehr drauf!

Natürlich habe ich nicht die ganze Zeit mit Lernen verbracht, es gab ja noch die Fieldtrips ;-)
Ich war auch in Wulai, zusammen mit Jocelyne. Wir waren kaum dort angekommen (es ist nur 1 Stunde Richtung Süden), trafen wir eine große Gruppe Amerikaner, die uns sofort in ihre Reihen aufnahmen. Alle aus dieser Gruppe nahmen Teil an einem Research Programm zwischen Asien und Amerika, und das war nun die Taiwan- Gruppe. Im Gegensatz zu unserer Gruppe nämlich (euch wird aufgefallen sein, dass wir nur zu zweit hingefahren sind) sind sie offen und froh über Zuwachs. Unsere Gruppe besteht mittlerweile nur noch aus kleineren Gruppen, die sich hin und wieder zum Feiern treffen. Ich fühle mich nicht unbedingt wohl mit dieser Situation. Ich weiß nicht warum aber ich bin ein wenig isoliert. Heute ist der letzte Tag, deswegen ist es nicht so schlimm. Aber ich hoffe, mich mit den Neuankommenden für das kommende Semester besser zu verstehen.
Wulai selbst soll sehr toll sein, eine Gondel über einen reißenden Wasserfall, Hot Springs und gute Möglichkeiten zum Hiken. Ich war aber im Nachhinein ein wenig enttäuscht, denn letztendlich habe ich nur die Gondel genommen, der Wasserfall war ganz nett aber ich würde nicht sagen, dass er etwas Besonderes war. Oben war dann auf einmal wieder ein Vergnügungspark. Wo kommen diese seltsamen Parks her? Ich begreife es nicht so ganz... Vor allem weil dort schon wieder eine Minderheitenshow abgezogen wurde, im Grunde genommen genau das gleiche wie ich schon im Cultural Village gesehen habe. Der Park war jedoch nur zur Hälfte geöffnet, teilweise lagen die Anlagen brach und witterten, quitschten vor sich hin und hätten zusammen mit dem einsetzenden Regen ein fantastisches Setting für einen Horrorfilm abgegeben... Wenn ihr euch noch erinnern könnt ;-)
Wenn man in diesem Park nun mal ein wenig abseits gekommen war, hatte man seine Ruhe. Die Gruppe streifte im gesamten Park umher, gemeinsam mit einem Amerikaner (dessen Name ich schon wieder vergessen habe) und Jocelyne entdeckten wir einen Schmetterlingsgarten (das war wahnsinnig schön!) sowie einen Klettergarten. Das war wirklich toll, 28 verschiedene Abenteuerstationen, Wandern auf Hanfseilen, Gleiten auf Sesseln und was man sich noch so vorstellen kann. Da gabs keine Zeit für Fotos =)
Die uralte, spannende Bahn, die einen zur Basis der Gondel bringt
Tanzerei...

...und Singerei

Der Wasserfall

Der Blick aus der Gondel ist fantastisch!

Im Schmetterlingsgarten

Kleines Suchbild! Findet ihr etwas?


Ein Field Trip jetzt letzten Samstag erst ging zum Yangminshan Nationalpark. Der Morgen war relativ langweilig, da wir in den Gruppen herumlaufen mussten. Die erste Station waren Schwefelwasserfontänen, die sehr hübsch anzusehen waren, wie man anhand der Bilder sicherlich sehen kann. Aber wir mussten nun mal mit der Gruppe bleiben, und wir blieben nicht sonderlich viel länger als für eine Fotopause.

Verfärbungen an der Austrittsstelle

Aussichtsplattform


Der nächste Stop war der letzte Wohnsitz von Chiang Kai- shek, der seine großräumige Villa in prächtiger Lage erbaute. Dort folgte wieder eine Führung, die für mich langweilig war, da ich das meiste schon von der Uni kannte. Dementsprechend saß ich draußen und habe den Ausblick genossen!

Chiang Kai- Shek wohnte wirklich nicht schlecht, oder!

Nach dem Mittagessen dann sind wir an einer Stelle herausgelassen worden, deren Namen ich leider vergessen habe. Es scheint mir eine Art Ausgangspunkt für sehr viele Touren zu sein, denn dort wird vor allem Wasser, Sonnencreme und Proviant verkauft. Gemeinsam mit Dima (Israeli russischer Herkunft) und Jocelyne haben wir dann eine der Touren in Angriff genommen. Könnt ihr es euch denken? Stufen Stufen Stufen!! Ich habe so geschwitzt, dass ich ein Handtuch um meinen Hals gehangen habe und mir alle paar Stufen den Schweiß abwischte. Ich bin im Vergleich zum letzten Jahr etwas besser vorbereitet, sodass ich sicherlich hätte länger laufen können, nur durch unser Zeitfenster von 2 1/2 Stunden hatten wir nicht wirklich die Möglichkeit dafür. Ich hatte auch noch ein anderes Problem: Ich habe Dima unterschätzt. Er sieht nicht sehr sportlich aus und ich sehe ihn meist mit Zigarette im Mund... Bei meiner Berechnung allerdings habe ich außer Acht gelassen, dass der Kerl 3 (!!!!) Jahre israelische Armee hinter sich hat... Könnt ihr euch vorstellen was der für ein Tempo draufhatte! Der ist den Berg hochgetanzt! Einfach unglaublich! Aber wie gesagt, so viel Zeit hatten wir nicht, deswegen konnte ich mithalten.
erledigte Treppen


Treppen der Zukunft

die Hälfte der Gruppe hats geschafft^^

Letzte Aussicht...

...vorm Gipfel- Dunst! Geschafft!


Während des Abstiegs gings mir auch gar nicht gut- ich hatte zittrige Beine, und es war unheimlich anstrengend. Ich dachte einfach, das liegt an den Stufen generell, aber als ich im Bus saß und unendlich unendlich gefroren habe (kein Vergleich zu den anderen, die waren überglücklich, dass sie Klimaanlage hatten...) und dann im Wohnheim meine Temperatur gemessen hatte, wusste ich, dass ich ins Bett gehöre. 38,4 Grad (ich finde die kleine Grad- Null gerade nicht).
Dort befand ich mich dann die nächsten Tage. Da ich aber schon einmal einen Eintrag über Krank- Sein in Taiwan geschrieben habe, spare ich mir das jetzt. Ich möchte mich nur noch mal bei der lieben tollen Anna bedanken, die mir den ganzen Tag über 3 Fragezeichen- Hörspiele schickte, sodass ich mich zum Einen nicht langweilte und zum anderen wie damals als Kind krank sein konnte! Danke dir ;-)

Ansonsten bin ich heute eingezogen (wie gesagt, Zwei Tages- Artikel). Meine Mitbewohner scheinen sehr nett zu sein, den Großteil meiner Sachen habe ich schon eingeräumt, ich fühle mich sehr wohl!

Bis dann, liebe Grüße, ich werde vielleicht morgen etwas mehr über die Wohnung schreiben können.

PS: Onkel Eckhard, ich weiß gar nicht ob du das hier liest, aber ich wünsche dir alles Gute zum Geburtstag (mit Verzögerung, Verzeihung!) Ich habe weder deine noch Ute's Email- Adresse gefunden, noch sonst eine aus der Familie, da ich vor kurzem Microsoft Outlook installiert habe und nicht damit gerechnet habe, dass meine Adressen verschwunden sind :( stephaniewinkler@gmx.net

Donnerstag, 11. August 2011

Minderheiten Zirkus

Tja, die letzte Woche hatte es schon in sich, das muss ich sagen. Der Unterricht ist weiterhin ansprechend und hart, ich habe bislang schon 80 Vokabeln gelernt, und diese Woche kommen noch weitere 80 Vokabeln dazu. Wenn man mal die Zeit zusammenrechnet, komme ich auf ca. 6 Stunden effektive Arbeit an meinen Chinesisch- Künsten! Dementsprechend bleibt mir auch für fast nichts anderes Zeit übrig, gerade wenn die Kulturstunden dazukommen, wird es schon recht eng mit dem Tag! Das Textbuch liebe ich: Es ist für die mündliche Konversation gemacht, die Lektionen sind knapp aber thematisch sehr ansprechend. Endlich lerne ich sinnvolle Vokabeln, wie Toilettenpapier oder Zahnbürste oder auch nur ein paar verschiedene Speisen!
Die Kulturstunden sind leider bislang noch ein wenig langweilig, auch wenn die Themen an und für sich interessant sind. Wie ich schon berichtet haben, gab es eine Menge Statistiken zur Bevölkerung, zur Immigrantenlage etc.

Eine Stunde war jedoch etwas anders als die anderen, die ging dann nämlich über die Eingeborenenstämme Taiwans. Offiziell anerkannt sind ganze 14 Stämme, die mit ihrer eigenen Kultur und Sprache aufwarten können. Andere Stämme sind zur Zeit quasi noch im Prüfverfahren, sodass sich die Anzahl sicher noch erhöhen wird. Das einzige, was diese Stämme wohl gemein haben, ist die Zugehörigkeit zur Austronesischen Völkergruppe, die sich ja bis zu den Osterinseln und auch Madagaskar verbreitet haben. Nach dem Dozenten gibt es sogar einige renommierte Forscher, die der Meinung sind, dass die austronesischen Völkergruppen ihren Ursprung in Taiwan haben.
Wurden diese Stämme während der Qingdynastie oder der japanischen Kolonialzeit von 1895-1945 meist unterdrückt, genießen sie heute einen besonderen Schutz, der sich in vielfältiger Weise äußert. Zum einen dürfen sie, gemäß einer UN Verordnung, in Schulen ihre eigenen Sprachen lernen und zum anderen als Touristenattraktion herhalten. Wie ich darauf komme? Nun, wir waren am Samstag während eines leider etwas enttäuschenden 3- Tages- Ausflug in einem Themenpark. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass dieser Themenpark dem Freilichtmuseum Kommern ähnelt, tatsächlich jedoch war es ein Freizeitpark mit Achterbahn und Freefalltower im Aboriginal Style. Das soll heißen, dass weiter unten im Tal eine Vergnügungsinsel war und weiter oben ins bergige Gelände hinein Showbühnen waren, auf denen "traditionelle Stammesrituale" gezeigt wurden. Da läuft wirklich die Touristenmaschine, doch irgendwie scheinen Taiwanesen daran Gefallen zu finden, denn die Bänke waren voll und die Zuschauer applaudierten begeistert. Für mich war es jedoch nur wieder eine Demonstration, dass Touristenmaschen, seien sie nun in Bulgarien mit einem Zigeunerspektakel, in Hawai mit einer Hawaikette oder wie jetzt hier in Taiwan, überall ähnlich künstlich sind. Die Show bestand größtenteils aus Hin- und Her- Gehüpfe mit lauter Musik aus den Lautsprecherboxen. Sicherlich sehr authentisch! Vor allem, weil sich die Ayutal umzogen und dann als Ami wieder auf eine andere Bühne traten...
Das war also schon mal ein Teil des Minderheitenzirkusses (?)

Tanz auf der Bühne

Belustigung der Publikums!


Was hat mich also noch dazu bewogen, diesem Eintrag den Titel zu geben.... nun, eine Pressekonferenz in Lugang, auf der wir uns auf einmal befanden. Eigentlich ist Lugang ein hübsches Städtchen, in das ich sicher noch einmal fahren werde, da ich nämlich am Wochenende meine gute Kamera vergessen habe. Wir sind dort von einer Dame geführt worden, die uns einen alten Tempel und ein altes Haus zeigte, beides sehr schön und informativ.






Jocelyne et moi =)

An-an, unser student- host

Genau lesen!

Das Mittagessen jedoch war eine schreckliche, peinliche Selbstinszenierung der Stadt, die damit ihren Tourismus ankurbeln möchte. Nicht nur von der National Taiwan University waren zwei Busladungen da (also wir), sondern auch noch von fast allen größeren Unis aus Taiwan. Voll beladen mit Ausländern, die alle nach Lugang kommen, um Lugang zu feiern (und nicht etwa, weil sie auch nur ansatzweise eine Ahnung gehabt hätten, was in Lugang so alles auf einen zukommt...) Witzigerweise habe ich da auch meinen stummen Nachbarn aus dem Flugzeug wiedergesehen... er scheint in Taitung auf eine Uni zu gehen, aber wie schon im Flugzeug haben wir nicht miteinander kommuniziert.
Das beste war jedoch, als die Veranstalter aus jedem vertretenem Land einen Studenten antanzen ließen, um  sie mit einer Fahne des eigenen Landes in der Hand auf die Bühne gehen zu lassen und die Fahne dann an eine Art Pinnwand mit Lugang- Slogan zu kleben. Das Fernsehen und die Presse hatte da ein paar tolle Bilder, soo viele Ausländer kommen, um Lugang zu feiern... . Wenn wir nicht über 3 Stunden in dieser dämlichen Halle gewesen wären, in der früher wohl Reis angebaut wurde, wäre es schon fast witzig gewesen. So aber haben wir uns die Zeit totschlagen müssen. Ich habe an einem der grandiosen Workshops teilgenommen- ich durfte einen Holzbilderrahmen in Helicopterform mit bunten Glasperlen bekleben. Grandios! Was man der NTU zugute halten muss ist die Tatsache, dass sie vorher nicht ahnen konnten, was das dort für eine Veranstaltung war. Unsere Gastgeber waren genauso genervt und gelangweilt wie wir... In diesem Fall waren also wir Ausländer der Minderheiten Zirkus!

Zeremonie der Fahnenanpappung


3. Punkt der Minderheiten: Indianer. Ich werde diesen Teil jetzt nicht wirklich ausführen, aber soviel sei gesagt: Ich bin mit einem Indianer aus unserer Gruppe in einer Bar gewesen, in der man Hunde mithilfe von Stäbchen mit Bacon füttert. Minderheit + Zirkus, et voila!



Das beste an dem Wochenende war allerdings sicherlich die Bootstour über den Sonne- Mond- See, der wirklich groß und schön ist. Viel gibt es nicht zu sagen, wir saßen auf einem Boot, haben den Wind genossen und die Landschaft betrachtet.





Die Woche war ansonsten sehr ereignislos, Lernen Lernen Lernen!


Bis die Tage!

Dienstag, 2. August 2011

Angekommen! Die ersten Tage

So allerseits, nun kann ich endlich meinen ersten Eintrag verfassen!

Der Flug war ruhig und angenehm, neben mir saß ein Pole, mit dem ich nicht ein einziges Wort gewechselt habe... etwas irritierend, aber so gabs wenigstens keine unangenehme Kommunikation!


Am Flughafen wurde ich ja abgeholt, da ich habe noch etwas Zeit hatte, konnte ich in Ruhe eine Simkarte besorgen und nebenbei noch feststellen, dass meine Mastercard nicht funktioniert. Bis ich also einen eigenen Bankaccount habe, darf ich die Kreditkarte meines Vaters benutzen^^.

Das Studentenwohnheim ist richtig klasse, sehr modern eingerichtet und absolut kein Vergleich zu letztem Jahr!Ein kleines sauberes Bad, helle Möbel und eine wirklich fantastische Aussicht! Kostet natürlich seinen Preis, 7100 NTD. Aber wenn man hier in der Summerschool ist, gehört das noch zum Preis dazu. Ich werde aber noch Ende des Monats hier ausziehen, damit ich in eine "taiwanesischere" Umgebung komme. Auf dem Flur kann man völlig ohne Kontakt auskommen, das möchte ich aber eigentlich nicht. Das wird dann natürlich Ende des Monats etwas sehr stressig, ich habe zwar eine Woche zwischen beiden Veranstaltungen Zeit, die möchte ich aber eigentlich schon nutzen, um irgendwohin zu fahren, vielleicht auf die Penghu Inseln, die auf dem gleichen Breitengrad wie Taiwan liegen sollen.
Eingangsbereich des Prince Shui Dorms 
Blick nach oben



Das ist meine Aussicht

Das auch...

...und das ebenfalls...

Mein Innenraum
 Am Montag hatten wir dann die ersten Infoveranstaltungen und vor allem den Einstufungstest...der völlig übertrieben war! Die 5 Minuten reden gingen eigentlich noch ganz schnell vorbei, nur als dann der schriftliche Teil dran war, bin ich echt aus den Latschen gekippt. Zum einen hatte ich noch Jetlag, dann war der Tag mit seinen langen Vorträgen sowieso sehr anstrengend, und dann sollte die Prüfung 2 (!) Stunden dauern. Das zu den Rahmenbedingungen...! Das Niveau war aber auch viel zu hoch. Ich glaube nicht, dass ich sonderlich gut abgeschnitten habe. Gerade gegen Ende habe ich nämlich nur noch die Antwortmöglichkeiten durchgelesen, wenn ich nicht mindestens eine kannte habe ich die Frage gar nicht erst gelesen. Somit hätte ich eigentlich schnell fertig sein sollen, es hat aber noch sehr viel Zeit gebraucht, die tausend Seiten überhaupt umzublättern... Das war also nicht so gut gelaufen.

Dementsprechend sah dann auch die Kurseinteilung am nächsten Morgen, also heute Morgen aus... ich saß zusammen mit zwei israelischen Mädchen, die in etwa so gut waren wie ich, in einem Kurs, der nicht viel mehr konnte als "Hallo ich heiße" und " Das Buch liegt auf / unter dem Tisch" hinausging. Wir konnten dann noch den Kurs wechseln, eins nach oben, und dort haben wir uns sehr viel wohler gefühlt. Letztendlich ist ein riesiger Unterschied zwischen den zwei Kursen, bestimmt 1 1/2 Lernjahre, wenn nicht teilweise sogar noch mehr. Ich bin mal gespannt, wie es die nächsten Tage weitergehen wird!

Am Nachmittag dann hatten wir die erste Vorlesung in Exploring Taiwan. Zu uns sprach eine der führenden Geographen und wenigen Feministinnen Taiwans, die uns demographische Fakten (wie Zusammensetzung, Alterspyramide etc der Bevölkerung Taiwans) näher brachte. Das war wirklich wahnsinnig interessant!! 3 Stunden waren allerdings etwas zu lang, 2 Stunden reizen meine Aufmerksamkeitsspanne schon ziemlich aus.

Ansonsten gehen wir Studenten im Moment fast immer durch die Gegend hier, da die Ecke wirklich wahnsinnig lebendig und überfüllt ist, was ihr an den Bildern sicherlich sehen könnt!





Und hier sind noch ein Paar Bilder vom Campus!
Haupthalle, glaub ich....

Der Boulevard, und ja, das sind Palmen =)


Campuseigener See...

Während der Vorlesung